Wagen 1574, ein Solaris Urbino 12

Das erste Fahrzeug der uelbus.de ist ein Solaris Urbino 12, 2 Türer der Stadtbus Familie. Er trägt die Wagennummer 1574 mit dem Kennzeichen DD – VB 1574 und ist aktuell in Berlin Spandau sowie in Grundorf im Einsatz dieser soll in Kürze aber zum Standort Metropole Ruhr wechseln.

Wagen 1574, ein Solaris Urbino 12

Was ist ein Solaris?

Solaris Bus & Coach S.A. ist ein polnischer Omnibus­hersteller, der aus dem Neoplan-Lizenznehmer Neoplan Polska hervorgegangen ist und seit 2018 mehrheitlich zum spanischen Schienenfahrzeughersteller Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) gehört.

Hauptprodukte sind Kraftomnibusse und Oberleitungsbusse sowie bis Ende 2018 auch Straßenbahn-Gelenkwagen. Ansässig ist das Unternehmen in Bolechowo-Osiedle in der Nähe von Posen.

Wagen 1574, ein Solaris Urbino 12

Das Unternehmen wurde 1994 unter dem Namen Neoplan Polska Sp. z o.o. als Vertriebsbüro in Familienbesitz gegründet. Eigentümer Krzysztof Olszewski war zuvor über 15 Jahre in Führungspositionen im Neoplan-Werk in Berlin tätig gewesen. Der erste abgesetzte Bus war ein Neoplan N 4020 für den städtischen Busbetrieb der polnischen Hauptstadt Warschau. Nach dem Gewinn einer Ausschreibung über 72 Busse für die städtischen Verkehrsbetriebe Poznań eröffnete die Firma 1996 eine eigene Fabrik im nahe gelegenen Bolechowo, wo Niederflur-Linienbusse sowie Reisebusse in Neoplan-Lizenz gefertigt wurden.

Neoplan Polska wurde innerhalb weniger Jahre zum polnischen Marktführer für Stadtbusse.

Wagen 1574, ein Solaris Urbino 12

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre baute Neoplan Polska ein eigenes Entwicklungsbüro auf, das für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zuständig war. Darauf stellte Solaris in der Anfangszeit alle 2–3 Jahre neue Modelle vor. Um das Jahr 2000 waren im Entwicklungsbüro über 60 Mitarbeiter, 2010 140 Personen beschäftigt.

1999 stellte Neoplan Polska den eigenständig entwickelten Niederflur-Stadtbus „Solaris Urbino“ vor, der unter besonderer Berücksichtigung der Wünsche bisheriger Kunden entstanden war. Die optische Gestaltung erfolgte durch das Berliner Design-Atelier IFS. Gleichzeitig wurde ein grüner Dackel als Maskottchen eingeführt. Im folgenden Jahr wurde als erster Exportauftrag ein (15 m langer) Urbino 15 ins tschechische Ostrava geliefert, im selben Jahr folgten zwei (12 m lange) Urbino 12 für ein Busunternehmen in Berlin. Nachdem der Lizenzgeber Gottlob Auwärter seit 1999 mit 30 % am Unternehmen beteiligt gewesen war, ging das Unternehmen im Jahr 2000 wieder vollständig in den Besitz der Familie Olszewski über. Nach der Übernahme der Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG mit der Marke „Neoplan“ durch MAN in Deutschland erfolgte im September 2001 die Umfirmierung in Solaris Bus & Coach Sp. z o.o., zur gleichen Zeit endete mit dem zunehmenden Erfolg der eigenen Produktfamilie die Produktion von Neoplan-Lizenzbauten.

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Im selben Jahr erweiterte Solaris seine Produktpalette um eigenständig entwickelte Reisebusse, bezeichnet als „Vacanza“, sowie um niederflurige Oberleitungsbusse auf Basis des Urbino, die die Bezeichnung „Trollino“ erhielten. Mit diesen Modellen konnten weitere Erfolge auch im Exportgeschäft erzielt werden. So eröffnete beispielsweise die italienische Hauptstadt Rom ihren 1972 eingestellten Oberleitungsbusbetrieb im Jahr 2005 mit Solaris-Fahrzeugen. Seit 2004 sind die Linienbusse von Solaris wahlweise mit Erdgasantrieb erhältlich, ebenso wurden alle Produktfamilien optisch und technisch überarbeitet und die Urbino-Reihe um eine Low-Entry-Variante erweitert. Im Juli 2005 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, der Unternehmensname lautet seitdem Solaris Bus & Coach S.A. 2005 wurden 610 Omnibusse hergestellt, von denen 80 % in den Export gingen. Gleichzeitig bestellten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im Rahmen des für Solaris bis dahin größten Auftrags 260 Gelenkbusse Urbino 18 zur Lieferung in den folgenden Jahren.

Wagen 1574, ein Solaris Urbino 12

Die Endmontage von Bussen und Oberleitungsbussen befindet sich in Bolechowo (Czerwonak), in der Nähe von Posen. Außerdem besitzt Solaris drei andere Produktionsstätten: zwei in Środa Wielkopolska (Schweißen von Bus- und Oberleitungsbusgerippen sowie Schweißen von sog. Straßenbahnkasten) sowie eine in Posen (Endmontage von Schienenfahrzeugen).

Die Fahrzeuge von Solaris besitzen ein Rohbau-Gerippe aus nichtrostendem Stahl und Beplankungen aus Dibond-Aluminiumverbundstoff und sind damit sehr korrosionsbeständig. Ein erheblicher Teil der technischen Komponenten stammt von Zulieferern aus Deutschland und dem übrigen westlichen Europa. Das Design der Fahrzeuge fällt vor allem durch sein Formenspiel auf; charakteristisch sind beispielsweise die asymmetrisch geformten Frontscheiben.

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